gesetzliche rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung stellt nach wie vor eine wichtige Säule der Sozialversicherung dar. Sie bietet eine Absicherung im Alter, im Falle der Erwerbsminderung (Erwerbsunfähigkeit und gegebenenfalls Berufsunfähigkeit) und für Hinterbliebene nach dem Tod des Versicherten, insbesondere durch die Gewährung von Renten.

Auch in diesem Bereich ist die Rechtslage, aufgrund der Komplexität der Vorschriften, für den Betroffenen häufig nicht oder nur schwer nachvollziehbar.

Welche gesetzlichen und privaten Leistungen kommen in Betracht, wenn die letzte berufliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann? Welche Leistungsansprüche müssen primär durchgesetzt werden?

Unsere Leistungen zur gesetzlichen Rentenversicherung:

  • Überprüfung von Bescheiden der Deutschen Rentenversicherung
  • Beratung an der Schnittstelle zwischen der Erwerbstätigkeit, Sozialversicherungsleistungen im Falle der Arbeitslosigkeit/ Arbeitsunfähigkeit/ Erwerbsminderung/ Berufsunfähigkeit und Versorgung im Alter
  • Vertretung in Widerspruchsverfahren, Sozialgerichtsverfahren, Berufungsverfahren vor dem Landessozialgericht und Revisionsverfahren beim Bundessozialgericht gegen die Ablehnung von Renten

Max Dengler

Fachanwalt für Sozial- und Versicherungsrecht

  0821 650997-20
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Ablehnung einer Erwerbsminderungsrente

Die Deutsche Rentenversicherung behauptet häufig, vom Versicherten könne noch eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vollumfänglich, somit 6 Stunden pro Tag, ausgeübt werden.

Wir prüfen, ob im Rentenverfahren alle Beeinträchtigungen berücksichtigt wurden. Die vorhandenen Gutachten sind auszuwerten. Gegebenenfalls sind neue ärztliche Unterlagen vorzulegen oder ein weiteres Gutachten einzuholen.

Darüber hinaus ist zu bewerten, ob von einer sog. Verschlossenheit des Arbeitsmarktes auszugehen ist.

Ausnahmsweise ist eine Rente wegen Erwerbsminderung zu gewähren, wenn zwar dem Grunde nach eine vollschichtige Tätigkeit möglich wäre, die Ausübung der Tätigkeit unter den normalen Bedingungen des Arbeitsmarktes aber nicht in Frage kommt.

Dies kommt z.B. dann in Betracht, wenn betriebsunübliche Pausen eingelegt werden müssen.

Fehlen der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen

Voraussetzung für die Gewährung von Erwerbsminderungsrenten ist darüber hinaus, dass der Versicherte vor Eintritt der gesundheitlichen Einschränkung in ausreichendem Umfange Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben.

Wir prüfen, wann die gesundheitlichen Einschränkungen im Sinne der Erwerbsminderung eingetreten sind und in welchem Umfange Beitragszeiten vorliegen.

Eine Witwenrente wird abgelehnt, da es sich um eine sogenannte Versorgungsehe handeln soll

Eine Witwenrente kommt grundsätzlich nur dann in Betracht, wenn die Ehe im Zeitpunkt des Todes des Versicherten bereits in einem Zeitraum von einem Jahr bestanden hat.

Soweit dies nicht der Fall ist, geht man davon aus, dass die Rente abgeschlossen wurde, um den Ehegatten zu versorgen.

Wenn die Witwe/ der Witwer hingegen nachweisen kann, dass andere Motive für die Heirat ausschlaggebend waren, ist die Rente dennoch zu gewähren.