Versicherungsrecht

 

Wenn das versicherte Risiko eintritt, fühlen sich die Versicherten häufig im Stich gelassen. Entgegen der bei der Beantragung der Versicherung bestehenden Erwartung, werden Leistungen nicht schnell und reibungslos ausbezahlt. 

Der Versicherungsnehmer findet sich in einem Kampf „David gegen Golliath“ wieder.

 

 

Damit Sie etwas von Ihrer Versicherung haben

 

Zunächst erläutern wir Ihnen den Vertragsinhalt und die Voraussetzungen für eine Leistungsgewährung.

Soweit Sie dies wünschen, betreuen wir Sie, z.B. im Bereich der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, im Rahmen der Beantragung von Leistungen und insbesondere bei der Beschreibung der zuletzt ausgeübten Tätigkeit.

Außerdem überprüfen wir die Entscheidungen der Versicherung, insbesondere Ablehnungen oder Abrechnungen.

Unsere Mandanten begleiten wir bundesweit in allen Rechtszügen, d.h. im Klage-, Berufungs- und Revisionsverfahren.

  

 

Wir übernehmen für Sie alle Themen der

 

-          privaten Berufsunfähigkeitsversicherung

 -         privaten Unfallversicherung

-          Krankentagegeldversicherung

 

 

Aus der Praxis

 

Berufsunfähigkeitsversicherung behauptet Berufsunfähigkeit von weniger als 50 %

 

Wir prüfen, ob die Gesundheitsstörungen im Antrag umfassend geschildert und vom Versicherer berücksichtigt wurden und der bisherige Beruf zutreffend in die Bewertung eingeflossen ist. Abzustellen ist auf die Belastungen im zuletzt ausgeübten Beruf unter Berücksichtigung der Anforderungen am konkreten Arbeitsplatz.

 

Zu bewerten ist, ob konkret 50 % der Einzeltätigkeiten noch ausgeübt werden können. Soweit dies der Fall ist, muss darüber hinaus ermittelt werden, ob die prägenden Tätigkeiten noch zumutbar sind

 

 

Versicherer erklärt den Rücktritt oder die Anfechtung des Vertrages

 

Häufig wird vom Versicherer in der Berufsunfähigkeitsversicherung nach der Beantragung von Leistungen zunächst überprüft, ob bzw. inwieweit vom Versicherungsnehmer bei Abschluss der Versicherung Falschangaben gemacht wurden.

 

Soweit der Versicherer hierfür Anhaltspunkte hat, erklärt dieser, unter Hinweis auf eine so genannte vorvertragliche Anzeigenpflichtverletzung, den Rücktritt bzw. die Anfechtung vom Vertrag und lehnt die Leistungen ab.

 

Die Wirksamkeit des Rücktritts bzw. der Anfechtung sind jedoch von vielfältigen Voraussetzungen abhängig.

 

Wir prüfen, ob tatsächlich falsche Angaben gemacht wurden und ob dem Versicherungsnehmer die Tatsachen überhaupt bekannt waren

 

Wir prüfen außerdem, ob der zuständige  Versicherungsvertreter Kenntnis von den angeblich „verschwiegenen“ Umständen hatte, ob der Versicherungsnehmer Gründe hatte, Angaben nicht zu machen und ob der Versicherer den Vertrag bei Kenntnis der verschwiegenen Umstände dennoch abgeschlossen hätte.

 

 

Private Unfallversicherung behauptet, dem Unfall sei eine Bewusstseinsstörung vorangegangen

 

In den Versicherungsbedingungen ist grundsätzlich vereinbart, dass die Leistungen ausgeschlossen sind, wenn dem Unfall eine Geistes-oder Bewusstseinsstörung vorangegangen ist.

 

Leistungen werden von Versicherern daher oft unter Hinweis auf diesen Ausschluss abgelehnt.

 

Zu berücksichtigen ist jedoch, dass der Versicherer für das Vorliegen der Bewusstseinsstörung vor dem Unfallereignis darlegungs- und beweispflichtig ist. Der Versicherer hat demnach z.B. Umstände aufzuzeigen aus denen sich ergibt, dass der Versicherte bereits vor dem Verkehrsunfall ohnmächtig geworden ist. Soweit die tatsächlichen Umstände letztendlich jedoch nicht mehr aufgeklärt werden können, geht dies zulasten des Versicherers.

 

 

Die private Unfallversicherung beruft sich auf die „Psychoklausel“

 

Oft werden Zahlungen vom Unfallversicherer mit der Begründung abgelehnt, bei dem Gesundheitsschaden handle es sich um eine krankhafte Störung infolge psychischer Reaktionen und falle daher unter eine Ausschlussklausel.

 

Die Ausschlussklausel greift nach der Rechtsprechung jedoch nur dann, wenn  der Schaden nicht  durch eine organische Schädigung bzw. eine körperliche Reaktion verursacht wurde.

 

Im Einzelnen ist daher zu bewerten, welche körperlichen Reaktionen durch das Unfallgeschehen in Gang gesetzt wurden und ob die Krankheit organische Ursachen hat.

 

So prüfen wir, zum Beispiel bei einem Tinnitus, ob das Unfallereignis zu einer Haarzellenschädigung im Innenohr geführt hat. In diesem Fall greift der Ausschluss nicht, obwohl gegebenenfalls das Ausmaß, in dem sich die organische Ursache auswirkt, von der psychischen Verarbeitung durch den Versicherten abhängt (Rechtsprechung des BGH).

 

 

Private Krankentagegeldversicherung bestreitet Arbeitsunfähigkeit zu 100 %

 

Wir sichern die Fakten für das Vorliegen der Arbeitsunfähigkeit des Mandanten. Dies ist insbesondere deshalb relevant, da häufig erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt ein Gutachter hinzugezogen wird, um zu beurteilen, ob im konkreten Zeitraum tatsächlich Arbeitsunfähigkeit vorlag.

 

 

Der Krankentagegeldversicherer behauptet, dass eine Berufsunfähigkeit vorliegt

 

In Abgrenzung zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung besteht in der Krankentagegeldversicherung grundsätzlich lediglich so lange ein Leistungsanspruch bis noch keine Berufsunfähigkeit vorliegt.

 

Wann der Versicherer konkret berechtigt ist die Leistung einzustellen, ist auf der Grundlage der konkreten vertraglichen Regelung zu überprüfen.

 

Wir werten aus, welche medizinischen Erkenntnisse vom Versicherer bei der Beurteilung zugrunde gelegt wurden und ob die beruflichen Anforderungen zutreffend berücksichtigt wurden.

 

Außerdem prüfen wir, ob gegebenenfalls eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch genommen werden kann und wann sinnvollerweise ein entsprechender Antrag gestellt werden sollte.