arbeitsrecht mit betriebsrat

Der Betriebsrat lässt sich als Vertretungsorgan der Belegschaft definieren, welche in bestimmten betrieblichen Fragen Mitbestimmungsrechte sowie Beratungsrecht oder Informationsrechte hat. Weiterer Bestandteil der Definition des Betriebsrats ist seine Aufgabe, zusammen mit dem Arbeitgeber zum Wohle der Arbeitnehmer und des Betriebes vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Der Betriebsrat ist insbesondere bei den Themen Urlaub, Arbeitszeiten, Betriebsordnung bis z.B. dem Sozialplan oder Kündigungen in der Pflicht, die Mitarbeiter gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten. Ob, wann und wie der Betriebsrat handeln darf, kann oder muss bzw. ob, wann und wie der Arbeitgeber den Betriebsrat einbeziehen darf, kann oder muss, ist nicht immer leicht.

 

Unsere Leistungen beim Thema „Betriebsrat“:

  • Geltendmachung von Mitbestimmungsrechten und sonstigen Beteiligungsrechten
  • Gestaltung und Durchsetzung von Betriebsvereinbarungen und Aufstellung von Sozialplänen
  • Vorbereitung bei der Gründung eines Betriebsrats und Betreuung von Betriebsratswahlen
  • Schnittstelle zwischen dem kollektiv und individual Arbeitsrecht sowie dem Gesellschaftsrecht
  • Unterstützung bei Massen- oder Einzelkündigungen
  • betriebsratsbezogene Gerichtsverfahren

Peter Umbach

Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht

  0821 650997-10
  umbach@up-rechtsanwaelte.de

Katharina Friedrich

Rechtsanwältin

  0821 650997-10
  friedrich@up-rechtsanwaelte.de

Stefanie Frank

Rechtsanwältin

  0821 650997-10
  frank@up-rechtsanwaelte.de

Darf der Arbeitgeber bestimmen, was ich zur Arbeit anziehe, ob ich während der Arbeit
rauchen oder ob im Unternehmen Gleitzeit-Arbeitszeiten gelten?

Ja darf er. Er muss jedoch die Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats beachten. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber keine der genannten Maßnahmen ohne die Zustimmung des Betriebsrats durchsetzen kann. Sollten Sie mit einer Maßnahme des Arbeitgebers nicht einverstanden sein, werden wir uns mit dem Betriebsrat in Verbindung setzen und nachfragen, ob der Arbeitgeber seine Pflichten eingehalten und sich mit dem Betriebsrat in Verbindung gesetzt hat.

Mein Arbeitsvertrag weicht von der Betriebsvereinbarung ab. Was gilt?

Eine Betriebsvereinbarung sieht ein Urlaubsgeld und ein Weihnachtsgeld, jeweils in Höhe eines halben Monatsgehalts vor. Ein Arbeitnehmer hat jedoch bei seiner Einstellung mit dem Arbeitgeber eine anderweitige, für den Arbeitnehmer günstigere Regelung vereinbart, wonach er als Urlaubs- und Weihnachtsgeld jeweils ein Monatsgehalt erhält. Der Arbeitgeber weigert sich, dem Arbeitnehmer das arbeitsvertraglich vereinbarte höhere Geld auszubezahlen. In diesem Fall werden wir uns mit Ihrem Arbeitgeber in Verbindung setzen und notfalls eine Zahlungsklage anstreben. Denn die Abweisung des Arbeitsvertrags von der Betriebsvereinbarung ist wirksam, da sie für den Arbeitnehmer günstiger ist.

Mein Arbeitgeber verbietet mir, meine Betriebsratstätigkeit während der Arbeitszeit
auszuüben. Gehört diese Zeit nicht zu meiner täglichen Arbeitszeit?

Doch; Betriebsratstätigkeiten gehören zur Arbeitszeit und das Betriebsratsmitglied muss hierfür nicht seine Freizeit opfern. Wenn in einem Betrieb beispielsweise für alle Vollzeitmitarbeiter eine Arbeitszeit von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr gilt und das in Teilzeit beschäftigte Betriebsratsmitglied eine Arbeitszeit von 8:00 Uhr bis 12: oo Uhr hat, hat er einen Anspruch auf Freizeitausgleich, wenn er an einer Betriebsratssitzung teilnimmt, die von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr dauert. Gerne gehen wir mit Ihnen Ihre Tätigkeitsnachweise durch und prüfen, ob Ihnen evtl. ein Freizeitausgleich zusteht. Wenn ein Betriebsratsmitglied in Gleitzeit beschäftigt ist, kann nämlich nicht pauschal auf eine Arbeitszeit, wie im obigen Beispiel erklärt, abgestellt werden.